Naturschutzstation

Naturschutzstation

Links im Bild das Glasmagazin neben dem ehemaligen

Verwaltergebäude (Foto: Carmen Notz)

Die Naturschutzstation im historischen Glasmacherdorf Schmidsfelden wurde im Jahre 2000 eingerichtet. In der ehemaligen Glashütte ist ein sehenswertes Glasmachermuseum untergebracht.

 

Die Naturschutzstation Schmidsfelden befindet sich im ersten Stock des gegenüberliegenden Glasmagazins und beherbergt eine Dauerausstellung über die Adelegg. Der tertiäre Höhenzug, an dessen Fuß das Dorf Schmidsfelden liegt, ist heutzutage überwiegend bewaldet, was mit dem nutzungsbedingten Wandel dieser Landschaft zusammenhängt.

 

Die Ausstellung beschreibt den Natur- und Kulturraum der Adelegg und geht auf die Landschafts - und Nutzungsgeschichte ein. Neben der  Tier- und Pflanzenwelt werden die tief eingeschnittenen Tobel und der oft zu Überschwemmungen führende Wasserreichtum thematisiert.

Die Dauerausstellung wird durch jährlich wechselnde Sonderausstellungen ergänzt. Die diesjährige Ausstellung  Heuschrecken - sprunghafte Klangkünstler  wird am 29. April durch Franz Renner eröffnet. In der Medienbox zeigt Franz Miller eine neue Präsentation mit Heuschreckenbildern und -lauten. Auch die von Hildegard Lott erstellte Eiben-Ecke wird bei der Eröffnung erstmals zu sehen sein.


Im Sommerhalbjahr ist die Naturschutzstation Anlaufstelle für Schulklassen, die hier einen Unterricht im Freien abhalten können. Anfragen richten Sie bitte an den Umweltkreis.

Aktuelle Sonderausstellung

Heuschrecken – sprunghafte Klangkünstler

Eine Ausstellung der Deutschen Gesellschaft für Orthopterologie in Zusammenarbeit mit dem Naturkundemuseum Karlsruhe und der LBBW.

 

In Deutschland leben etwa 85 Heuschreckenarten, die sich in ihrem Äußeren und in ihrem Verhalten unterscheiden. Ein auffälliges Unterscheidungsmerkmal ist beispielsweise die Länge der Fühler. Damit lassen sie sich leicht in zwei Gruppen einteilen: Die Langfühlerschrecken und die Kurzfühlerschrecken, die auch auf unterschiedliche Weise ihren Gesang erzeugen. Heuschrecken sind aufgrund ihrer Individuendichte wichtig im Nahrungskreislauf der Natur. Auf dem Speiseplan von vielen Tieren stehen auch Heuschrecken. Nutzungsintensivierungen, Wegfall traditioneller Landnutzungen und Flächenüberbauungen nehmen den Tieren wertvollen Lebensraum. Deshalb sind Heuschrecken vielfach gefährdet. Die Roten Listen werden immer länger.

Die Ausstellung gibt Einblicke in das faszinierende Leben der Heuschrecken. Themen sind beispielsweise Balz, Eiablage, Larvenschlupf, Fressen und Gefressen werden. Ein wichtiger Aspekt im Leben der Heuschrecken ist die Musik. Wussten Sie, dass einige der Musikanten auf der Sommerwiese mit den Beinen hören und mit den Flügeln singen?